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Freitag, 20. Mai 2016

Ærø - eine Insel in der dänischen Südsee die Seefahrtsgeschichte schrieb

Griaß di, Servus und MoinMoin
Auf dem Weg nach Ærø

es gibt ja Bücher, die lassen einen nicht mehr los. Bücher, die nahe an der historischen Wahrheit, einen Bezug zu real existierenden Orten herstellen, gehören oft dazu. Da packt es mich und mein Reisefieber, und ich möchte die Umgebung der Buchhandlung sehen. Also nicht die Umgebung vom Bücherladen um die Ecke, sondern die Orte, wo im Buch beschrieben werden.



Eines dieser faszinierenden Büchern der letzten Jahre war:

"Wir Ertrunkenen" von Carsten Jensen 


... Klick zum Buch ...

Es ist ein Buch, welches in kein Klischee passt. Als erzählt der Großvater seinen Enkeln alte Geschichten vom Dorf, von der Insel,der Seefahrt, vom Leben als Seemann und vom Leben der Frauen an Land. Die Geschichten fangen 1848 mit Laurids Madsen an, ein Seemann, der Frau und Kinder zurückläßt. Irgendwann bleibt er auf See, niemand weiß um sein Schicksal. Seine „Witwe“ ist in guter Gesellschaft, vielen Frauen aus Marstal geht es gleich. Im Erzählton wird der Bogen gespannt bis in die heutige Zeit. „Wir Ertrunkenen“ schildert mit wenig Emotionen, wie die verschiedenen Kriege, die Welt im Würgegriff hatten. Das Buch erzählt aber vorallem von der Seefahrt ohne Romantik, wie Segelschiffe von den Dampfschiffen abgelöst wurden, wie die Neuzeit langsam Einzug hielt und das Leben der Menschen von Marstal veränderte. ... Fiction ganz nah an der Realität ....

Die Dänen und ihre "Insel der Seefahrer"

Die Dänen waren im 18 und 19. Jahrhundert eine der führende Nationen im Welthandel. Vorallem die Neufundland-Flotte, wo mit Segelschonern Klippfisch und Holz nach Europa und Südamerika verfrachtet wurde, war für das kleine Königreich rießig. Bis zu 400 Segler (zwei- und Dreimaster) waren Ende des 19. Jahrhunderts allein in Marstal zuhause.Dazu unzählige kleinere Fracht- und Fischerboote ... Nebenbei bemerkt, waren die Dänen schon 500 Jahre vor Kolumbus in Amerika. Auch wenn sie da noch Wikinger hießen.

Etwas mehr Grossseglererfahrung gibt es auf der Safari Seite.

Freitag, 29. Mai 2015

Bärlauch unbeachtet auf Bornholm, Dänemark

Griaß di Servus und MoinMoin,

ganz ehrlich, ich komm kaum zum schreiben. Sorry, immer ist was los: da brennt der ofen, da hängt die Kombüse schief, dann will irgendwo Wasser aufgetrieben werden, die Wäsche ruft auch nach ner Waschmaschine, dann die neue Wegeplanung, alles fremd, alles neu ....

Und dann schlag ich in Bornholm - ganz oben am Nordzipfel auf. Wander zur größten Burgruine Nordeuropas. Und was seh ich? Wälder von Bärlauch. Zwischen blühend und in Schattentälern noch ganz jung und frisch. Ein Duft. Ich sag Dir, da könnt man sich reinlegen ...

blühender Bärlauch im Norden von Bornholm

Montag, 18. August 2014

Dinosaurier-Zahn, ein Stein, ein Wurm oder Fäkal-Erotik

Griaß di, Servus und MoinMoin,

als Allgäuer bin ich ja begeistert von Weite. So auf dem Berg zu stehen und gaaaanz weit gucken zu können, das hat schon was. Das gleiche optische "Weitblick"-Erlebnis hab ich auch am Meer. Nur mit weniger Schweiß vom Aufstieg. Weite ist gut! Richtig gut!

Deshalb ist Makro nicht so mein Ding. Nicht weils mir nicht gefällt, sondern weil ich ein kleines Motiv meist überseh, weil ich ja weit schau. Da entgeht mir oft viel. Manchmal auch Menschen, die an mir vorbei laufen, und ich seh sie nicht. An dieser Stelle an alle Freunde und Leute die ich kenn und an denen ich schon vorbeigelaufen bin: Es liegt nicht an Euch, sondern am "Weit"-Blick *grins*