Montag, 29. September 2014

On the Top of the Mast

Spreizgaffel mit Staren-Schwarm-Kakke
Griaß di , Servus und  MoinMoin
oben ist die Aussicht wunderbar. Als Allgäuer Bergziege weiß man das. Erst sich muh-selig mit Schnappatmung nach oben schleppen, der Rucksack schwer und stolpernd die Füße. Dann der erste Blick über den Kamm ... Boah ... der Wahnsinn ... Der Blick über die Bergwipfel bis zum Horizont und mit Phantasie noch weiter. ... Brotzeit auspacken und noch weiter schauen, weil Brotzeit den Horizont nochmals erweitert .... Ja so sind wir Allgäuer!

Und am Meer? Da kann man ohne Schnappatmung weit blicken. Das ist praktisch. Und dann gibt es noch die Erfindung der Segelboote. Besser Segelschiffe, denn da kann der Mutige auf die Segelmasten klettern und dann doch noch weiter schauen, als die unten Gebliebenen.




Hafen-Blick

... unter Segel, bei  Sauwetter  und ganz oben .... Mädel-Spaß!


On the Top of the Mast ...


... kommt man entweder ...

... durch klettern an den Maststufen. Dies haben vorallem Segelyachten, die auf große Fahrt gehen. Damit Mensch schnell hochkommt, falls sich im Getöse ein Fall dort oben verklemmt.

... durch sitzen im Bootsstuhl. Da hat der Kollege (Kapitän) an der Winsch die meiste Arbeit. Der Sitzende muß sich nur festhalten, damit er nicht durch die Gegend fliegt. Geht die Winsch mit Muskelkraft, ist gut zu überlegen, wer sitzt und wer kurbelt. Bei einer elektrischen Winsch ist das zuverlässige Gasgeben und Stoppen ein Gesichtspunkt. Sonst klemmt der Sitzende noch unter der Saling und bekommt ein Quetsch-Bein.

.. durch klettern an der Wanten-Leiter, was meist nur auf Großsseglern vorhanden ist. Kennt man aus jedem Piratenfilm, die Turnen da gerne mit viel Effekt und Dramatik rauf und runter.

Spannung und Schönheit 

ist dagegen bei dem größten Großsegler der Welt gegeben. Ein Kadett der Technischen Universität Murmansk klettert auf 58m Höhe ... ohne Sicherung ...

... "on the Top of the Mast " der russischen "Sedov"

... unglaublich die Erdkrümmung ....






... herrlich, mutig. Vorallem wenn man bedenkt, daß ein Schiff sich auch noch bewegt. Da gehts da oben schnell mal 10m hin und her. Also ich bevorzuge den Bootsstuhl und bitte auch nur maximal 20m hoch.

Noch eine kleine Geschichte über Drachen ...


 Der Kapitän zieht seinen Smutje in den Mast, um die Mastbiegung ordentlich einzustellen. Der Smutje wechselt von der linken zur rechten Wante und wieder zurück. Zieht Wantenspanner an und löst wieder. Sie schlägt mit dem Schraubenschlüssel gegen die Wanten und spitzt die Lauscher, um ein einheiliches "klingen" herzustellen. Das Wetter ist schön und man hat ja sonst nichts zu tun.
Kommt ein MoBo-Fahrer vorbei. Und sagt vorwurfsvoll zum Kapitän: "Du kannst doch Deine Frau nicht in Mast ziehen und diese Arbeit machen lassen!" Sagt der Kapitän: "Ich kann mein Drachen steigen lassen, wann ich will!"  ...... Abendessen wird gestrichen, sagt der Smutje ;-))

Notiz fürs Logbuch:



Oben ist es herrlich, wenn das Wetter paßt,
Unten ist es auch schön, 
und Kapitäne sind manchmal doof!

Mit einem fröhlichen Ausblick grüßt Euch



Kommentare :

  1. *laut-los-lach*
    ... und Kapitäne sind manchmal doof *gacker*
    Also segeln will ich ja auch unbedingt mal!
    Aber das mit dem Mast lass ich dann doch lieber...
    Da wird mir ja schon beim lesen schwummrig ..nene
    :-)
    Susanne

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    1. Liebe Susanne, das mit dem Mast oben ist gar nicht so schlimm. Das erste Mal hatte ich auf 2 m Höhe noch einen Kreisch-Auftritt. Aber der Kapitän war ganz einfühlsam, und kurbelte sehr, sehr langsam. Und so konnte ich mich in fast 30 Minuten - bei traumhaften Wetterbedingungen - bis an die Spitze wagen. Trotz Höhenangst. Aber es war dann gar nicht so schlimm :-) Weil eben langsam, und er immer gestoppt, wenn ich nicht mehr weiter wollte. Und jetzt ist es gar kein Problem mehr.
      Und wenn Du das erstemal segeln gehst, lade ich Dich ein, bei mir einen Gastbeitrag dazu zu schreiben, oder zu verlinken ....
      lg ulli

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Dankeschön für Deinen Kommentar. Ich freu mich sehr, ist eine nette Nachricht doch das Topping der Bloggerei. Sozusagen die Kirsche auf dem Sahnedessert. Ich versuch so schnell wie möglich zu antworten.
Herzliche Grüße
Ulli